Testberichte

ABUS Aduro im Vergleich

ABUS Aduro im testFiligran und zierlich sieht er aus, dieser Fahrradhelm für Herren von Abus. Laut Hersteller soll er aber dennoch ein Höchstmaß an Sicherheit und Tragekomfort bieten, so dass wir auf die Ergebnisse unseres Tests sehr gespannt waren. Konnte uns der Aduro wirklich überzeugen?

Verpackung und Lieferumfang

Der Abus Aduro wurde in einem stabilen Karton und mit einer ausführlichen Produktbeschreibung geliefert. Die Knopfzelle für das LED-Rücklicht war im Lieferumfang bereits enthalten.

Verarbeitung und Design

Mit gerade einmal 275 Gramm ist dieser Helm angenehm leicht. Umso hochwertiger ist jedoch die Verarbeitung, denn im Vergleich mit einigen anderen Modellen stach er mit seiner soliden Bauweise deutlich hervor. Das Design ist eher schlicht und unauffällig, der Aduro präsentiert sich in einem matten Schwarz und wirkt dadurch auch zunächst unspektakulär. Kontrastfarben oder Musterungen, wie sie sonst für Fahrradhelme so typisch sind, gibt es hier nicht.

Moderne Formgebung

Die dynamische Form ist dagegen ein echter Blickfang. Sie verleiht dem Helm die bereits beschriebene zierliche und filigrane Optik, was vor allem „Helmmuffel“, die sich oftmals an den klobigen Ausmaßen anderer Ausführungen stören, begeistern wird. Grundsätzlich richtet sich der Aduro an alle Freizeit- und Gelegenheitsfahrer, unserer Meinung nach ist er aber auch für Mountainbike- beziehungsweise Rennradtouren geeignet.

Passform und Tragekomfort

Der ABUS Aduro verfügt über ein komfortables Drehradverstellsystem. Der Hersteller nennt es „ZoomLite“: Das griffige kleine Rädchen ermöglicht Ihnen dabei eine optimale Feinjustierung mit nur einer Hand. Die Anpassung an die eigene Kopfform ist kinderleicht und auch für Ungeübte überhaupt kein Problem. Wurde der Helm einmal richtig eingestellt, sitzt er dauerhaft sicher und fest, auch während einer sehr holprigen Fahrt blieb er an Ort und Stelle. Das abnehmbare Visier mit Blindstopfen gefiel uns im Test sehr gut, es erfüllt seinen Zweck und hinterließ einen sehr robusten und strapazierfähigen Eindruck. Mit den Blindstopfen aus Gummi konnten wir die vorgesehenen winzigen Löcher bei Nichtgebrauch zuverlässig und sicher verschließen.

Durchdachte Funktionalität

Die Riemen und Gurte haben glücklicherweise eine sehr softe und weiche Oberfläche, so dass sie keinesfalls einschneiden und auch nicht störend wirken. Kleiner Nachteil: Die Riemen verdrehen sich manchmal ein wenig, was aber eigentlich nicht weiter schlimm ist. Ein praktischer „Slider“ garantierte uns auch hier ganz unkomplizierte und präzise Einstellungsmöglichkeiten. Der Helm verfügt weiterhin über eingeschäumte Fliegennetze, die sich an den drei vorderen Lufteinlässen befinden. Wer jemals das eine oder andere Insekt unter seinem Helm gespürt hat, wird diese Ausstattung zu schätzen wissen. Toll: die leicht herausnehmbaren und waschbaren Paddings, die ebenfalls zu einem sehr guten Tragekomfort beitragen. Sie werden mit haltbaren Klettpunkten im Inneren des Helms befestigt.

Perfekte Passform dank In-Mold-Verfahren

Der Aduro wurde im sogenannten In-Mold-Verfahren hergestellt, was für hochmoderne Sport- und Skihelme inzwischen üblich ist. Schale und Hartschaum werden bei diesem Verfahren miteinander verschweißt, was für eine extrem stabile Helmstruktur und ein sehr leichtes Eigengewicht sorgt. Auch die Passform profitiert von diesem Verfahren, der Helm lässt sich sehr angenehm tragen, zu einem Druckgefühl oder gar Kopfschmerzen kam es auch nach mehrstündigem Tragen nicht.

Belüftung

Insgesamt verfügt dieser Helm über elf Lufteinlässe und drei Luftauslässe. Im Vergleich mit anderen Ausführungen hört sich dies vielleicht zunächst wenig an, da die Öffnungen jedoch recht groß sind, reichen sie in diesem Fall vollkommen aus. Wir gerieten jedenfalls nicht ins Schwitzen: auch nicht nach einer mehrstündigen Tour bei Außentemperaturen von über 25 Grad Celsius. Während der Fahrt wird der Kopf trotz Helm von einem feinen Luftstrom umschmeichelt, so dass kein einziger Teilnehmer unseres Testteams mit nassen beziehungsweise verschwitzten Haaren zu kämpfen hatte.

Robustheit und Sicherheit

Der Aduro wurde mit einem integrierten LED-Rücklicht ausgestattet, das mit Knopfzellen betrieben wird, die bereits im Lieferumfang enthalten waren. Hierbei handelt es sich um Knopfzellen vom Typ „cr2032“, sie sind im gut sortierten Handel oder auch im Internet problemlos zu bekommen. Bedient wird die Leuchte über den Justierknopf. Einmaliges Drücken aktiviert ein rotes Dauerlicht, zweimaliges Drücken sorgt für ein gut sichtbares rotes Blinklicht. Sollten Sie also bei schlechteren Sichtverhältnissen (Dämmerung, Nebel, Regen) oder bei Dunkelheit unterwegs sein, schenkt Ihnen dieses Licht eine zusätzliche Sicherheit.

Sicher uns stabil

Der Helm hat die Prüfsiegel DIN 1078 und TÜV GS erhalten und bietet somit eine optimale Sicherheit, was nicht zuletzt durch das stoßabsorbierende Material gewährleistet wird. Er hat alle Festigkeitsprüfungen bestanden und somit auch eine außerordentlich gute Schutzwirkung.

Kleine Tipps

Im Test fiel uns auf, dass die Polsterungen im Stirnbereich recht dünn sind und sich beim Aufsetzen gerne einmal etwas verschieben oder gar umknicken. Wer das nicht vor der Fahrt korrigiert, muss damit rechnen, dass der Kunststoff unter dem Polster an der Stirn reibt beziehungsweise scheuert. Wir empfehlen, beim Aufsetzen des Helms besonders sorgsam zu sein und darauf zu achten, dass die Polster an Ort und Stelle bleiben. Ein kurzer Handgriff verhindert schon, dass sich die kleinen Pads verschieben. Dies ist aber tatsächlich der einzige Nachteil, den wir an diesem Helm festgestellt haben, ansonsten konnten wir im Test wirklich nicht meckern.

Vorteile

  • Sehr leicht und zierlich, wirkt keinesfalls klobig
  • Hoher Tragekomfort mit praktischen Einstellungsmöglichkeiten
  • Gute Belüftung mit Fliegenschutz
  • Mit gut sichtbarem LED-Rücklicht
  • Wurde im hochmodernen In-Mold-Verfahren hergestellt

Nachteile

  • Pads im Stirnbereich können sich beim Aufsetzen des Helms unter Umständen verschieben, ein schützender Handgriff verhindert dies aber.

Fazit: solider und robuster Helm für viele Gelegenheiten

Der Abus Aduro ist ein grundsolider und sehr sicherer Helm mit vielen interessanten Features. Auch wenn er optisch eher unauffällig ist, seine geringes Eigengewicht und die filigrane Optik werden selbst eingefleischten „Helmmuffeln“ gefallen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist in Anbetracht der vielen Vorteile ausgezeichnet, der Helm bietet einen hohen Tragekomfort und lässt sich einfach und individuell einstellen. Ein echtes Highlight ist die integrierte Rückleuchte, die wahlweise im Dauerbetrieb oder als Blinklicht funktioniert. Der Aduro ist somit eine tolle Lösung für alle Hobby- und Freizeitradler, er bekommt von uns nicht nur die Bestnote 5, sondern auch eine klare Kaufempfehlung.

ABUS Fahrradhelm Aduro, Schwarz(black matt), 58-62 cm, 52024
  • Erwachsenen- und Jugendhelm für den Fitness-, Alltags- und...
  • In-Mold für langlebige Verbindung der Außenschale mit dem...
  • Feinjustierbares Drehradverstellsystem für eine optimale...
  • Integriertes Fliegennetz und großflächige Reflektoren
  • Sehr gute Ventilation durch 11 Luftein- und 3 Luftauslässe

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